Sicherheitsrat

Das pochende Herz der UN - zumindest solange kein Veto kommt. Er hat die Aufgabe, den globalen Frieden und die internationale Sicherheit zu wahren. Ist diese bedroht, so ist es das primäre Ziel des Gremiums, eine diplomatische Lösung zur Beendigung des Konflikts zu finden. Sollte diese Konfliktlösung jedoch scheitern, so stehen dem Gremium, über die Diplomatie hinaus, als weitere Mittel sowohl Sanktionen, als auch, in letzter Konsequenz, militärische Mittel zur Verfügung. Im Gegensatz zu allen anderen Ausschüssen ist es dem Sicherheitsrat, als einem der fünf Hauptorgane der Vereinten Nationen, möglich, bindende Entscheidungen zu treffen. Ebenfalls ist der Sicherheitsrat das einzige Gremium, in dem die fünf permanenten Mitglieder Entscheidungen mit ihrem Veto blockieren können. Um seiner wichtigen Rolle gerecht zu werden, muss das Gremium stets flexibel, verantwortungsvoll und auch kompromissbereit agieren, um damit die Interessen aller Mitaliedstaaten zuvertreten und militarische Konflikte zu vermeiden.


Themen

Krieg im Sudan

Im Sudan ist ein brutaler Machtkampf zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) entbrannt. Was im April 2023 als gewaltsame Auseinandersetzung um die Integration der RSF in die nationale Armee begann, hat sich zu einem flächendeckenden Bürgerkrieg entwickelt, der das drittgrößte Land Afrikas an den Rand des Staatszerfalls gebracht hat.

Als Folge bildete sich eine humanitäre Katastrophe in dem nordostafrikanischen Land aus. Eine extreme Hungersnot sowie Krankheiten bedrohen die Bevölkerung. Stand November 2025 wurden Schätzungen zufolge seit Beginn des Konflikts im Sudan viele Millionen Menschen vertrieben oder sind auf der Flucht, rund 150.000 wurden getötet, und über 30 Millionen sind auf unmittelbare humanitäre Hilfe angewiesen.

Geopolitisch ist der Konflikt zu einem komplexen Stellvertreterkrieg geworden. Die Beteiligung vieler Länder der Region sowie externer Mächte stellt die internationale Diplomatie vor große Herausforderungen.

Der Konflikt ist geprägt durch massive Menschenrechts- sowie Völkerrechtsverletzungen.
Eine Lösung des Konflikts erfordert eine koordinierte internationale Antwort, um die Zivilbevölkerung gemäß des humanitären Völkerrechts zu schützen und eine weitere Destabilisierung der Region zu verhindern.


Situation im Südchinesisches Meer + Taiwan

Das Südchinesische Meer ist ein geopolitischer Brennpunkt von globaler Tragweite. Das besondere Interesse, das angrenzende Länder wie Vietnam, China und Indonesien, aber auch Japan, etwa in Form von Gebietsansprüchen angemeldet haben, Südkorea und Indien an der Seeregion angemeldet haben, erwächst aus dem Reichtum an Rohstoffen wie Mineralien, Gas und Öl sowie den umfangreichen Fischgründen. Zudem ist das Gebiet von enormer strategischer Bedeutung für den Welthandel: Schätzungen zufolge werden jährlich bis zu 50 % der globalen Warenströme über diese maritime Route verschifft.

Besondere Brisanz hat dabei der Status von Taiwan. Der Inselstaat, der aus dem chinesischen Bürgerkrieg hervorging, wird von der Volksrepublik China als abtrünnige Provinz betrachtet. Peking hat seine Rhetorik verschärft und bekräftigt den Anspruch auf eine „Wiedervereinigung“, notfalls auch mit militärischen Mitteln, während Taiwan auf seiner demokratischen Souveränität beharrt.

Ende 2025 ist die Sicherheitslage in der Region äußerst fragil. China untermauert seine expansiven Gebietsansprüche – die sich mit denen von Anrainerstaaten wie den Philippinen, Vietnam und Malaysia überschneiden – durch den Ausbau militärischer Stützpunkte auf künstlichen Inseln und regelmäßige Großmanöver rund um Taiwan. Beinahe-Zusammenstöße zwischen Marineeinheiten und der Küstenwache häufen sich.

Die Situation hat zu einer starken geopolitischen Polarisierung geführt. Die USA sowie andere westliche Nationen haben ihre Präsenz im Indopazifik verstärkt und sichern Taiwan sowie ihren regionalen Verbündeten Unterstützung zu, um die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten.

Es gilt, Mechanismen zu finden, die provokante Handlungen eindämmen und eine militärische Eskalation verhindern, welche katastrophale Folgen für die Weltwirtschaft und den globalen Frieden hätte.


Nahostkonflikt

Der Nahostkonflikt ist ein langanhaltender Streit zwischen Israelis und Palästinensern, der aus der Einwanderung von Juden in den später gegründeten Staat Israel resultierte. Dies führte zur Vertreibung vieler Palästinenser wie Juden und zu mehreren Kriegen zwischen Israel und seinen Nachbarstaaten. Verschiedene Abkommen auf dem Weg zu einer Zwei-Staaten-Lösung aus Israel und einem palästinensischen Staat sind an ihrer mangelhaften Umsetzung gescheitert.


Mit dem Massaker der Hamas an israelischen Zivilisten am 7. Oktober 2023 wurde der Konflikt auf einem Niveau angefacht. Israel reagierte auf den Terrorangriff mit einer Militäroperation im Gazastreifen, um die dort bis zu zwei Jahre lang festgehaltenen Geiseln zu befreien und die Hamas auszuschalten.


Im Zuge dessen hat sich nicht nur die humanitäre Krise im Gazastreifen dramatisch verschärft und die Zivilbevölkerung leidet unter den Kämpfen, sondern auch die Anzahl der Opfer ist erheblich. Bisherige Waffenstillstände haben sich als ineffektiv erwiesen und beide Konfliktparteien erhalten ihre Angriffe aufrecht.
Die geopolitische Lage mit Bezug zum Nahen Osten ist stark polarisiert. Viele westliche Staaten, insbesondere die Vereinigten Staaten und Deutschland, unterstützen Israel militärisch und diplomatisch.


Im Gegensatz dazu stehen muslimisch geprägte Länder wie der Iran, der die Hamas finanziell und militärisch unterstützt, sowie die Hisbollah im Libanon, die militärische Aktionen gegen Israel durchführt. Staaten wie Katar und Türkei zeigen ebenfalls Solidarität mit Palästina und versuchen, als Vermittler aufzutreten.


Die Diskussion über die Situation im Gazastreifen erfordert weiterhin eine eingehende Analyse der bestehenden internationalen Abkommen und Normen, insbesondere der UN-Charta. Nur so kann eine nachhaltige Lösung angestrebt werden, die nicht nur kurzfristige Konflikte löst, sondern auch langfristige Stabilität in der Region fördert.


Ausschussvorsitzende


Benedikt Kunze

Hey, ich bin Benedikt, 17 Jahre alt und aus dem fränkischen Würzburg, wo ich bis zuletzt mein Abitur am Deutschhaus-Gymnasium geschrieben habe.

Nach zwei Teilnahmen als Deli, 2024 für den Irak im Wirtschafts- und Sozialrat und im Folgejahr für Großbritannien im Sicherheitsrat, darf ich letzteres Gremium dieses Jahr zusammen mit Hugo leiten.

In meiner Freizeit spiele ich Bowling, Orgel sowie Klavier und engagiere mich politisch.

Ich freue mich darauf, euch kennenzulernen, auf die gemeinsame Zeit und wünsche eine erfolgreiche Vorbereitung.

Bis dahin

Benedikt



Hugo Wohlfahrt

Hey,
Ich bin Hugo, 17 Jahre alt und komme aus Würzburg, wo ich am Deutschhaus-Gymnasium die 12. Klasse besuche. Ich freue mich, mit Benedikt dieses Jahr den Sicherheitsrat leiten zu können.

In meiner Freizeit treibe ich gerne Sport und wie vermutlich alle bei SPUN interessiere ich mich sehr für Internationale Politik. Im Rahmen meines Frühstudiums belege ich dabei auch Univeranstaltungen in Internationale Beziehungen.

Ich konnte nun schon bei mehreren MUNs mitmachen, 2026 ist dabei mein drittes Jahr bei SPUN: 24 konnte ich den Irak in der Generalversammlung und letztes Jahr die Vereinigten Staaten im Sicherheitsrat vertreten.

Ich freue mich auf euch und viel Erfolg bei der Vorbereitung!