Menschenrechtsrat
Seit ihrer Gründung hat die Wahrung der Menschenrechte oberste Priorität bei den Vereinten Nationen und stellt die Grundlage ihres Handelns dar. Da es trotzdem weltweit immer wieder zu Verstößen kommt, hat der Menschenrechtsrat in Nachfolge der Menschenrechtskommission seit seiner Gründung 2006 als Nebenorgan der Generalversammlung die Sicherung der Menschenrechte zu seiner Pflicht erklärt. Das aus 47 Mitgliedern bestehende UN-Gremium mit dem Sitz in Genf überprüft die Lage der Menschenrechte jedes Mitgliedsstaates und setzt Schwerpunkte in ihrer Umsetzung, im Schutz vor Menschenrechtsverletzungen und bei der Ausarbeitung neuer Menschenrechtsstandards auf internationaler und nationaler Ebene. Das erweist sich in Zeiten von einer Vielzahl bewaffneter internationaler Konflikte, Terrorismus und Flüchtlingsströmen angesichts der Häufigkeit und Stärke von Menschenrechtsverletzungen als Notwendigkeit und Herausforderung zugleich. Auch wenn die Menschenrechte bislang vielfach Eingang in die Verfassungen der Staaten gefunden haben, ist ihre praktische Umsetzung noch immer mit großen Anstrengungen verbunden. Die primäre Verfolgung nationaler Interessen oder mangelnde Willensstärke zur Durchsetzung von Grundrechten mancher Staaten erschweren die Arbeit des Menschenrechtsrates. Deshalb ist sein Wirken international von großer Wichtigkeit. In der kommenden Sitzungswoche habt ihr als Delegierte des Menschenrechtsrates die Möglichkeit, sein Handeln aktiv mitzubestimmen.
Themen
Rechte in Konfliktgebieten
Rechte in Konfliktgebieten sind und bleiben ein aktuelles Thema: Kriege und Konflikte führen häufig zu Gewalt gegen Zivilistinnen und Zivilisten, Vertreibung, dem Zusammenbruch staatlicher Strukturen und eingeschränktem Zugang zu Nahrung, Bildung und medizinischer Versorgung. Gerade in solchen Situationen sind Menschenrechte und das humanitäre Völkerrecht von zentraler Bedeutung.
Gleichzeitig stehen Staaten und internationale Organisationen vor komplexen politischen Herausforderungen. Sie müssen zwischen militärischer Sicherheit, staatlicher Souveränität, humanitärem Schutz und internationaler Verantwortung abwägen. Die Vereinten Nationen spielen dabei eine zentrale Rolle, etwa durch Friedensmissionen, humanitäre Hilfe, Vermittlung und die Überwachung von Menschenrechtsverletzungen.
Einfluss von Neurotechnologie auf Menschenrechte
Neurotechnologische Eingriffe in das menschliche Gehirn sind neues Phänomen. Bereits im 20. Jahrhundert wurden mit Psychopharmaka, Elektrokrampftherapie und frühen neurochirurgischen Verfahren tiefgreifende Eingriffe in die geistige Integrität des Menschen vorgenommen. Diese Entwicklungen waren teilweise mit schweren Menschenrechtsverletzungen verbunden, etwa durch Zwangsbehandlungen, politische Instrumentalisierung der Psychiatrie oder fehlende informierte Einwilligung. Diese historische Erfahrung prägt bis heute die ethische und rechtliche Sensibilität gegenüber Eingriffen in das menschliche Denken.
Mit den heutigen Neurotechnologien erreicht diese Problematik eine neue Dimension. Moderne Technologien ermöglichen nicht nur therapeutische Eingriffe, sondern potenziell auch die Erfassung, Beeinflussung oder Optimierung mentaler Prozesse. Dadurch geraten zentrale Menschenrechte in den Fokus, insbesondere die mentale Selbstbestimmung, Gedankenfreiheit, Privatsphäre sowie die körperliche und geistige Unversehrtheit.
Politisch gewinnt das Thema an Bedeutung, da Neurotechnologien zunehmend in staatliche Regulierungsfragen, wirtschaftliche Wettbewerbsstrategien und sicherheitspolitische Überlegungen eingebunden sind. Die Gefahr des Missbrauchs, ungleicher Zugangsbedingungen oder neuer Formen von Diskriminierung verstärkt den Ruf nach klaren rechtlichen Leitplanken. Bestehende menschenrechtliche und datenschutzrechtliche Instrumente stoßen hierbei an ihre Grenzen, was internationale Debatten über neue Schutzkonzepte wie sogenannte „Neurorights“ ausgelöst hat.
Rechte einer Person mit Behinderung im digitalen Zeitalter
Menschen mit Behinderung haben laut der UN-Behindertenrechtskonvention die gleichen Menschenrechte, wie alle anderen, doch wie sieht das im digitalen Zeitalter aus?
Die Digitalisierung bietet Menschen mit Behinderungen große Chancen zur gesellschaftlichen und politischen Teilhabe, schafft jedoch zugleich neue Risiken der Ausgrenzung, wenn digitale Angebote nicht barrierefrei gestaltet sind.
Die Rechte von Menschen mit Behinderungen im digitalen Raum sind eine zentrale menschenrechtliche und demokratiepolitische Frage. Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet Staaten, den gleichberechtigten Zugang zu Information, Kommunikation und digitalen Technologien sicherzustellen – auch im Rahmen staatlicher Online-Dienste und digitaler Entscheidungsprozesse.
In der Politik wird das Thema zunehmend wichtiger, weil fehlende digitale Barrierefreiheit demokratische Mitwirkung einschränkt und soziale Ungleichheiten vertieft. Entscheidungen zu E-Government, Künstlicher Intelligenz, Datenschutz und digitaler Partizipation betreffen Menschen mit Behinderungen in besonderem Maße.
Ausschussvorsitzende
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Emma Geisler
Hii,
ich bin Emma, 15 Jahre alt und komme aus Neuss. In meiner Freizeit spiel ich Tennis und Gitarre, tanze und male sehr gern. Auch schreiben und lesen macht mir viel Spaß.
Ich freue mich darauf, dieses Jahr eure Ausschussvorsitzende im Menschenrechtsrat sein. Ich mache zum zweiten Mal bei SPUN mit, wobei ich beim letzten Mal Delegierte in WUT war. Die gesamte Sitzungswoche hat mir wirklich Spaß gemacht und ich hoffe, dass ihr auch tolle Erfahrungen machen werdet.
In der Schule habe auch ich schon bei vielen MUN’s mitgemacht, was immer für wundervolle Erlebnisse gesorgt hat.
Ich freu mich euch in der Sitzungswoche zu sehen!
Emma
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Nina Zhao
Heyy ich bin Nina, 16 Jahre alt, komme aus Neuss und freue mich mit Emma zusammen den Menschenrechtsrat zu leiten.
In meiner Freizeit spiele ich gerne Klavier und Tennis, oder singe in der Schulband.
Wenn ich nichts von den oben genannten Dingen mache, lerne ich wahrscheinlich wieder für Latein.
Ich habe in den letzten Jahren an mehreren MUNs teilgenommen und konnte da besonders viele Erfahrungen als Delegierter sammeln. Ich hoffe, dass ihr auch so viele positive Erfahrungen machen werdet, wie ich und freue mich euch beim diesjährigen SPUN kennenzulernen.
Lg und bis bald,
Nina ;)

