Sicherheitsrat

Der Sicherheitsrat hat die Verantwortung die Einhaltung des globalen Friedens und der internationalen Sicherheit zu wahren. Ist diese bedroht, so ist es das primäre Ziel des Gremiums, eine diplomatische Lösung zur Beendigung des Konflikts zu finden. Sollte diese Konfliktlösung jedoch scheitern, so stehen dem Gremium, über die Diplomatie hinaus, als weitere Mittel sowohl Sanktionen, als auch, in letzter Konsequenz, militärische Mittel zur Verfügung. Im Gegensatz zu allen anderen Ausschüssen ist es dem Sicherheitsrat, als einem der fünf Hauptorgane der Vereinten Nationen, möglich, bindende Entscheidungen zu treffen. Ebenfalls ist der Sicherheitsrat das einzige Gremium, in dem die fünf permanenten Mitglieder Entscheidungen mit ihrem Veto blockieren können. Um seiner wichtigen Rolle gerecht zu werden, muss das Gremium stets flexibel, verantwortungsvoll und auch kompromissbereit agieren, um damit die Interessen aller UN-Mitgliedstaaten zu vertreten und militärische Konflikte zu vermeiden.



Benedikt Heber

Moin,

Mein Name ist Benedikt Heber und ich komme aus dem beschaulichen Straußfurt in der Nähe von Erfurt. Der wundervollen Landeshauptstadt Thüringens. Ich bin 17 Jahre alt und in meiner Freizeit spiele ich Fußball. In den letzten zwei Jahren hatte ich die Chance an mehreren Schülerplanspielen im In- und Ausland teilzunehmen. Nachdem ich letztes Jahr bereits als Delegierter beim SPUN im Sicherheitsrat tätig war, freue ich mich nun darauf mit Jonas in diesem Jahr jenen leiten zu dürfen.



 

Jonas Hollmann

Moin,

Ich bin Jonas und komme aus Bremen. Ich bin 17 Jahre alt, mache dieses Jahr mein Abi und nehme zum zweiten Mal bei SPUN teil nachdem ich letztes Jahr im Wirtschafts- und Sozialrat saß. Nun bin ich darauf gespannt eine neue Rolle bei SPUN einzunehmen und für euch den Sicherheitsrat zu leiten. Das ist für mich zwar nichts neues aufgrund einiger anderer Planspiele, aber ich hoffe zusammen mit Benedikt euch eine schöne Sitzungswoche zu bieten. In meiner Freizeit spiele ich Tischtennis und zocke gerne.

Wir freuen uns auf euch!


Themen


Siedlungsbau im Westjordanland

Bereits seit der Unabhängigkeit Israels im Jahr 1948 gibt es konstant Auseinandersetzungen zwischen Palästina und Israel. Neben den religiösen Unterschieden bieten vor allem Territorialkonflikte Gründe für Ausschreitungen. Besonders die Frage, wem Jerusalem gehört, beschäftigt den Nahen Osten seit Jahren.

Doch auch der israelische Siedlungsbau im Westjordanland wird als Provokation seitens Israel gesehen. Während Israel den Wohnungsbau als legal ansieht und bereits 500.000 Israelis in den besetzten Gebieten leben, schätzen sowohl UN als auch die EU den Wohnungsbau nach internationalem Recht als unrechtmäßig an. Trotz dessen gibt es über 200 autorisierte israelische Siedlungen.

Nun sieht auch der US-Präsident Donald Trump den Siedlungsbau als legal und konform zum internationalen Recht an. Dies steht jedoch im Widerspruch zur Israel-Politik seiner Vorgänger. Jetzt liegt es am Sicherheitsrat, militärische Ausschreitungen zu verhindern und eine Lösung zu finden, die für alle involvierten Staaten vertretbar ist.

 

Nordsyrien-Konflikt

Der Bürgerkrieg in Syrien hält die Welt seit 2011 in Atem; der Krieg zwischen Regime, Opposition, Islamisten und Kurden hat bereits über 500.000 Menschenleben gekostet. Gleichzeitig ist der Krieg auch ein Konflikt zwischen dem internationalen Bündnis unter der Führung der Vereinigten Staaten und den Sunniten unter der Führung Saudi-Arabiens. Da sowohl die USA als auch Russland involviert sind, wird der Krieg auch zu einem überregionalem Konflikt.

Die UN versucht mit Resolutionen, den Schaden von Zivilisten fernzuhalten und eine friedliche Lösung zu finden, jedoch ist mit dem Krieg auch die Flüchtlingskrise verbunden, im Zuge derer laut UNHCR bereits 5,6 Millionen Syrer ins Ausland geflohen sind.

Ein weiterer Konflikt bezieht sich auf die Türkei und die Kurden, denn die Türkei sieht in der kurdischen YPG starke Verbindungen zur verbotenen PKK. Deshalb versucht die Türkei, mit einer Militäroffensive die Entstehung eines kurdischen Staates an ihrer Grenze zu verhindern. Die Offensive forderte bereits viele zivile Opfer.

Um den Konflikt zu entschärfen, muss nun eine internationale Lösung innerhalb der UN gefunden werden.

 

Hongkong

Hongkong als offizieller Teil der Volksrepublik China, gilt seit der Rückgabe aus britischer Kolonialherrschaft 1997 als eine Sonderverwaltungszone. Durch diese Autonomie die noch bis zum 1. Juli.2047 garantiert ist, besitzt Hongkong ein eigenes Parlament, eigene Gesetze, eigene Zölle und eine eigene Währung. Die Volksrepublik China ist im großen Maße auf Hongkong als wichtigen Finanzplatz angewiesen.

Im Sommer 2019 brachen in Hongkong Massenproteste aus, der Anlass hierfür war ein vorgeschlagenes Gesetz über flüchtige Straftäter und Rechtshilfe in Strafsachen, welches u. a. Auslieferungen von Häftlingen an die Volksrepublik China ermöglichen sollte. Die Gegner dieses Gesetzesentwurfs befürchten, dass damit das liberale Rechtssystem Hongkongs, das bisher im Rahmen des Prinzips ,,Ein Land, zwei Systeme" weitgehend unabhängig von dem der autoritären Volksrepublik ist, ausgehöhlt würde. Nach anfänglich rein friedlichen Protesten, an denen sich mehr als 1 Millionen Menschen beteiligt haben, entwickelten sie sich mehr und mehr zu einem gewaltsamen Volksaufstand.

Auch nach zwischenzeitlichem Aussetzten der Gesetzespläne kommt es regelmäßig zu weiteren Protesten, bei denen die Teilnehmer Freiheit und Demokratie für Hongkong einfordern. Dabei steht die Polizei für ein hartes Einsteigen gegen die Demonstranten. Die Regierung in Peking verurteilt die Proteste scharf und zog bereits Spezialkräfte an der Grenze zu Hongkong zusammen, staatlich kontrollierte Medien Chinas sprachen von einer ,,deutlichen Warnung".

Nach direkten Appellen an die Regierungen Pekings und Hongkongs von Seiten der USA und auch der Europäischen Union droht nun ein nächster Schritt in Richtung eines ausgewachsenen Handelskonflikt, der damit übergreifend auf die ganze Welt Gefahr ausstrahlt. Mögliche Lösungen durch ein Eingreifen der UN oder insbesondere des UN-Sicherheitsrates gilt es nun Abzuwägen.