Generalversammlung

Per Charta der UN im Jahr 1945 eingefu?hrt, nimmt die Generalversammlung eine zentrale Position als höchstes beratschlagendes und repräsentatives Organ ein, welches die Politikgestaltung maßgeblich beeinflusst. Zusammengesetzt aus allen 193 UN-Mitgliedstaaten bietet die Generalversammlung ein einzigartiges Forum fu?r multilaterale Gespräche des kompletten Spektrums internationaler Angelegenheiten, die durch die Charta abgedeckt werden.
Auch spielt sie eine wichtige Rolle beim Prozess der Festlegung der einheitlichen Standards und der Kodifizierung internationaler Gesetze. Zudem fällt die Genehmigung des Haushalts der UN, inklusive Festlegung der Beitragsquoten, die Aufnahme neuer Mitglieder, die Ernennung des UN-Generalsekretärs und die Besetzung von weiteren wichtigen Ämtern wie beispielsweise die der Richter des Internationalen Gerichtshofs in ihren Aufgabenbereich. Resolutionen gelten, je nach Tragweite, mit einer Einfach- oder einer Zwei-Drittel-Mehrheit als beschlossen.
Während der SPUN-2018-Sitzungswoche werden sich die Delegierten vorläufig mit den Themen „Illegaler Drogenhandel und die damit verbundene Geldwäsche“, „Illegaler Menschenhandel“ und „Umgang mit den Flu?chtlingsströmen“ auseinandersetzen. Jedoch sollte auch bedacht werden, dass der Generalversammlung im Laufe der Sitzungen jederzeit Resolutionen aus anderen Ausschu?ssen zur Bearbeitung vorgelegt werden können.


Die Vorsitzende



Liebe Delegierte,

mein Name ist Maria Morschheuser und ich werde bei der kommenden SPUN-Sitzungswoche mit Rafael und Sinem die Generalversammlung leiten. Ich besuche das Hermann-Böse-Gymnasium in Bremen in der Q1 und werde dieses (hoffentlich) 2019 mit meinem Abitur und dem International Baccalaureate verlassen.
In den vergangenen Jahren habe ich bereits Erfahrungen in zahlreichen politischen Simulationen, so wie dem MEP in Bremen und Berlin, ELMUN, THIMUN und letztendlich SPUN machen du?rfen – sowohl in der Position einer Delegierten als auch der einer Ausschussvorsitzenden. Im Zuge meiner ersten Sitzungswoche bei SPUN 2017 habe ich als Delegierte den Irak in der Generalversammlung repräsentiert. Meine diesjährige Teilnahme bei SPUN 2018 als Ausschussvorsitzende stellt meine achte Teilnahme an einem politischen Planspiel dar.

Einer der Gru?nde, warum ich SPUN sehr schätze, ist natu?rlich einmal dieser, dass wir Schu?ler uns aktiv mit der Politik auseinandersetzen und eine Erfahrung machen, die so nah wie möglich an den politischen Alltag herankommen kann. Zusätzlich sind jedoch gerade die menschlichen Beziehungen, die sich im Verlauf der Sitzungswoche entwickeln werden, ein wichtiger Bestandteil von SPUN. Ein jeder Teilnehmer von SPUN wird in den Genuss der sich entwickelnden Freundschaften und immer länger werdenden Konversationen kommen, die sich oftmals bis in die Nacht ziehen.

Ich hoffe, dass auch Ihr eine solche Erfahrung machen werdet, wenn ihr selbst erneut oder zum ersten Mal bei SPUN 2018 teilnehmen werdet!
Bei Fragen könnt Ihr Euch gerne jederzeit bei mir melden. Ich wu?nsche Euch erfolgreiche Vorbereitungen!

Bis bald
Maria


Die Vorsitzende



Liebe Delegierte,

mein Name ist Sinem Akpinar und ich bin 16 Jahre alt. Zurzeit besuche ich die Q1 / 11. Klasse des Hermann-Böse-Gymnasiums in Bremen. Meine Freizeit verbringe ich gerne mit Lesen oder Tennisspielen.

Meine ersten Planspielerfahrungen machte ich 2016 beim ELMUN als Delegierte Irlands, wo ich mich mit dem Problem der Kinderarbeit auseinandergesetzt habe. Letztes Jahr nahm ich das erste Mal an SPUN teil, dort habe ich das Land Frankreich vertreten und war in der Kommission fu?r Recht und Ethik, welche sich mit den sexuellen und reproduktiven Freiheiten sowie mit der Internationalen Schutzverantwortung beschäftigt hat. Und nun habe ich die Chance mit Rafael und Maria die Generalversammlung zu leiten.

Fu?r mich bedeutet SPUN Weiterentwicklung, neue Erfahrungen und natu?rlich ganz viel Spaß. Es ist wichtig, die Probleme der Welt aus anderen Perspektiven zu sehen. SPUN bietet eine tolle Möglichkeit sich mit anderen u?ber die Probleme im Ausschuss auseinanderzusetzen und neue Menschen kennenzulernen.

Bei Fragen könnt ihr Euch gerne an Rafael, Maria oder mich wenden!

Ich freue mich auf eine spannende Sitzungswoche mit Euch – und wünsche Euch bis dahin erfolgreiche Vorbereitungen

Sinem


Die Vorsitzende



[Hier folgt der Vorstellungstext von Rafael …]


Themen


Drogenhandel

Drogenhandel – der Handel mit illegalen Substanzen. Ein Markt der seine eigenen Gesetze schreibt und eine Nachfrage hat, die schier unkontrollierbar scheint. Doch während vor hundert Jahren Entfernungen noch Tage an Reisezeit voneinander entfernt schienen, sind diese Heute eine Frage von mehreren Stunden. In einer immer globaler werdenden Welt nimmt auch der Drogenhandel internationalere Maße an. So wird zum Beispiel eine Substanz in einem Land hergestellt, das Tausende von Kilometern von dem Land entfernt ist, in dem sie dann verkauft wird. Somit mussten auch die VN das Problem erkennen. Aber vor allem mussten sie erkennen, dass die Probleme, die mit dem Drogenhandel verbunden sind, noch als deutlich schlimmer anzusehen sind. Geldwäsche, Erpressung und militante Konflikte um Vorherrschaft seitens der verkaufenden Organisationen, um nur einige zu nennen. Teilweise hat der Drogenhandel und seine Folgen Länder an den Rand des Ruins gebracht. So z. B. Kolumbien, um das bekannteste Beispiel zu nennen. Hierbei ist zu beachten, dass vielleicht Strategien, die bisher benutzt wurden um dagegen vorzugehen, sich als ineffektiv erwiesen.

 

Menschenhandel

Seit 2000 wird Menschenhandel in dem sogenannten Palermo-Protokoll der Vereinten Nationen international einheitlich definiert als:
Menschen anwerben, anbieten, verbringen, vermitteln, beherbergen oder annehmen durch die Anwendung unerlaubter Mittel wie Täuschung, Zwang, Drohung oder Nötigung zum Zweck der Ausbeutung. Die Ausbeutung kann die sexuelle Ausbeutung, die Ausbeutung der Arbeitskraft oder die Entnahme von Körperorganen umfassen und alle Menschen unabhängig vom Alter und Geschlecht betreffen. Die Einwilligung eines Opfers in die Ausbeutung ist für die Definition unerheblich.
Inzwischen gehört Menschenhandel zu den Erscheinungsformen der organisierten Kriminalität. Es handelt sich um ein globales Phänomen im Spannungsfeld zwischen strafrechtlicher Verbrechensbekämpfung, Migrationspolitik und Menschenrechtsverletzung. Verlässliche Zahlen zum Ausmaß des nationalen und internationalen Menschenhandels gibt es wegen der vielfältigen Erscheinungsformen, unterschiedlicher Erhebungsmethoden und eines großen Dunkelfelds nicht. Ein UN-Bericht von 2014 dokumentiert weltweit 40.177 Beispiele aus 152 Ländern. Danach ist ein Drittel der Opfer von Menschenhandel minderjährig. Die Opfer stammen vor allem aus Afrika, Süd- und Ostasien sowie Osteuropa und werden nach Westeuropa, Nordamerika und auf die Arabische Halbinsel geschleust; 70 Prozent der Opfer sind Frauen, die wenigsten Täter werden verurteilt.
Die Bemühungen der VN, Menschenhandel zu unterbinden, zeichnen sich in zahlreichen Abkommen und Konventionen ab; einer der maßgeblichsten Schritte stellt die bereits erwähnte  „Palermo-Konvention“ der UN dar.  Dieses Übereinkommen dient, kurz gefasst, der internationalen Zusammenarbeit, um die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität wirksamer zu verhüten und zu bekämpfen.
Eine der ersten Problematiken, die sich aufweisen, und mit denen Ihr Euch im Verlaufe der Sitzungswoche auseinandersetzen werdet, ist, dass es sich hierbei lediglich um eine unverbindliche Selbstverpflichtung der Unterzeichnerstaaten handelt.

 

Flüchtlingssituation

1,26 Millionen Menschen suchten 2015 Asyl in Europa an, was schließlich zu der sogenannten Flüchtlingskrise führte. Weltweit sind heutzutage mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Die sogenannte Balkanroute, welche als eine der wichtigsten Fluchtrouten gilt, ermöglichte es den Flüchtlingen in die EU zu gelangen. Nach Angaben des des VN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) sind schätzungsweise 3771 bzw. 5022 Menschen bei dem Versuch, das Mittelmeer zu überqueren, ums Leben gekommen. Als Beispiel für eine Flucht aus dem eigenen Land nehme man den Bürgerkrieg in Syrien, der dort seit 2011 herrscht. Laut der UNHCR haben rund 5,4 Millionen Menschen das Land verlassen. Über ein Viertel der Asylanträge stammen von Syrern, an der zweiten und dritten der Hauptherkunftsländern der Asylbewerber stammen aus Afghanistan und Irak.